Weltpremiere in Frankfurt: Universitätsmedizin setzt erstmals KI-gestützte Plattform für präzisere Herzkatheter-Eingriffe ein
Ein wesentlicher Fortschritt in der Behandlung von Herzkranzgefäßerkrankungen: Die Universitätsmedizin Frankfurt ist weltweit der erste Standort, an dem die neue Softwareplattform Ultreon 3.0™ offiziell im klinischen Alltag eingesetzt wird. Sie markiert eine neue Generation der KI-gestützten intravaskulären Bildgebung.
Ultreon™ 3.0 unterstützt Ärztinnen und Ärzte bei der Planung und Durchführung sogenannter perkutaner Koronarinterventionen (PCI), also Herzkatheter-Eingriffe, bei denen verengte Herzkranzgefäße mit Stents erweitert werden. Erstmals werden dabei hochauflösende Gefäßbildgebung, funktionelle Blutflussmessung und künstliche Intelligenz in einem einzigen, integrierten System zusammengeführt.
„Der Einsatz von Ultreon™ 3.0 ist ein bedeutender Schritt für unsere Patientenversorgung. Mit dieser Technologie können wir gefäßbezogene Erkrankungen des Herzens noch präziser und besser diagnostizieren und behandeln – in Echtzeit und ohne zusätzliche invasive Messungen“, erklärt Prof. Dr. David M. Leistner, Direktor der Kardiologie am Universitären Herz- und Gefäßzentrums. „Wir freuen uns sehr, dass die Universitätsmedizin Frankfurt diese Plattform am 30. März als erste klinischer Standort weltweit überhaupt anwenden konnte.“ Dies ist 40 Jahre nachdem die weltweit zweite Koronarintervention am Universitätsklinikum Frankfurt durchgeführt wurde, ein weiterer grosser Schritt in eine neue Ära der Interventionellen Koronarkardiologie.
Mit der Einführung von Ultreon™ 3.0 wird die intravaskuläre Bildgebung von einem ergänzenden Werkzeug zu einem zentralen Bestandteil der Entscheidungsfindung im Herzkatheterlabor. Die Kombination aus Geschwindigkeit, Präzision und intelligenter Auswertung hat das Potenzial, die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit koronarer Herzkrankheit nachhaltig zu verbessern.“, ergänzt PD Dr. Marco Ochs, der Leiter der Interventionellen Kardiologie an der Universitätsmedizin Frankfurt.